Von Mittwoch auf Dienstag hatte ich die Gelegenheit einen Mitarbeiter der Botschaft auf seiner Dienstreise nach Peshawar, etwa 170 km von Islamabad entfernt, zu begleiten. Unsere Aufgabe war es, uns über verschiedene soziale Projekte in der näheren Umgebung zu informieren.
Am Mittwoch wurde uns ein Projekt für inhaftierte oder ehemals inhaftierte Frauen vorgestellt, denen sowohl im Gefängns als auch im Anschluss daran die Möglichkeit gegeben wird, verschiedene handwerkliche Fähigkeiten zu lernen und Waren zu verkaufen. Im Anschluss an die Haft hatten sie auch die Möglichkeit in einem Frauenhaus zu wohnen und Schutz vor Ehrenmorden zu suchen.
Anschließend besuchten wir ein Heim für behinderte Menschen, das ihnen neben einer Unterkunft auch Ausbildung und medizinische Versorgung bietet. Wenn man gesehen hat, unter welchen widrigen Bedingungen man den Menschen zu helfen versucht, ist man selbst am Ende des Tages schon ziemlich beeindruckt.
Abends wurden wir noch zum Essen bei einer sehr netten und aufgeschlossenen pakistanischen Familie eingeladen.
Am Donnerstag besuchte ich einen Markt in Peshawar, der mich mit den lauten Menschenmengen, engen Gassen und kleinen Geschäften faszinierte – und vielleicht auch ein wenig Unbehagen hervorrief.
Letzter Stop vor der Heimreise war ein Waisen- und Frauenhaus. Highlight für die Kleinen war unser Mitbringsel: Jedes Kind hat ein neues Paar Schuhe bekommen.