Ziemlich genau 29 Stunden hat die Reise von der Haustüre ins Hotelzimmer gedauert, so dass sich das Abendprogramm am Dienstag im Wesentlichen aufs Schlafen reduziert hat. Highlight eines Besuchs in Kaptstadt ist natürlich eine Fahrt auf den Tafelberg. Um nicht einfach mitten in eine Wolke zu fahren, macht die nur bei gutem Wetter Sinn und das gab es die ersten beiden Tage leider kaum.
Alternativprogramm des ersten Tages war eine Fahrt zum Kap der Guten Hoffnung am südlichen Zipfel der Halbinsel. Das Kap ist nicht der südlichste Punkte von Afrika, sondern „nur“ der südwestlichste (nicht ganz klar ist mir allerdings, wie man den genau bestimmt). Geht man die Halbinsel noch ein Stückchen weiter nach unten, kommt an deren Ende ein Kliff namens Cape Point. Allerdings ist auch das ist nicht der südlichste Punkt Afrikas – der heißt Kap Agulhas und liegt ganz woanders. Auf dem Weg ans Kap kommt man etwa an Simon’s Town vorbei, das eine kleine Pinguin Kolonie beherbergt, oder am Chapman’s Peak Drive, der eine tolle Aussicht bietet.
Leider war das Wetter auch am zweiten Tag nicht gut genug für die Fahrt auf den Tafelberg, so dass ich ein wenig durch Kapstadt gelaufen bin. Sehenswert sind unter anderem die Victoria and Albert Waterfront und das anlässlich der Weltmeisterschaft 2010 errichtete Green Point Stadium.
Beliebt – und dementsprechend ausgebucht – ist ein Besuch auf Robben Island. In dem ehemalige Gefängnis auf der Insel wurden während der Apartheit politische Gefangene inhaftiert. Unter anderem verbrachte Nelson Mandela dort rund zwanzig Jahre seiner insgesamt 27 jährigen Haftstrafe. Mit der Blouberg wurden 1991 die letzten politischen Häftlinge ans Festland transportiert.
Durch das Gefängnis führen ehemalige Gefangene.
Nachdem das Wetter am dritten Tag endlich besser wurde, hat sich auch die Fahrt auf den Tafelberg gelohnt.
Eine Seilbahn bringt die Besucher auf den Berg, die sich den Aufstieg ersparen wollten. Das waren allerdings so viele, dass das Warten in der Schlange wahrscheinlich nicht wesentlich kürzer dauerte als der eigentliche Aufstieg.
Mittlerweile habe ich Kapstadt verlassen und fahre mit einem Mietwagen Richtung Port Elisabeth. Bilder von der Strecke versuche ich demnächst hochzuladen.